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Politik

KIOSK Logo rgbSehr geehrte Damen und Herrn,

hier eine Antwort eines Quartiersarbeiters, der seit über 20 Jahren im Rieselfeld arbeitet auf das Gutachten über die zukünftige Konzeption der Quartiersarbeit in Freiburg

Ausgangslage: Ziel war eine Untersuchung von con_sens, gemeinsam mit den Akteuren ein quartiersbezogenes Leistungsprofil zu entwickeln.

Als großer Wurf wurde nun die „Rekommunalisierung“ der Quartierarbeit präsentiert, jedoch unterfüttert mit fachlich falschen Argumenten.

Als ein Hauptkritikpunkt wird immer wieder der „Wildwuchs“ der Träger in den Quartieren genannt.

  1. Warum so viel Angst vor Vielfalt? Freiburg kann froh sein, dass seine Stadtteile und Quartiere so vielfältig sind und so viel Heterogenität in der Stadt beheimatet ist. Der Gegensatz zu Wildwuchs ist ein „Stutzgarten“. Diese Vielfalt drückt sich natürlich auch in den gewachsenen Stadtteilvereinen aus, die sich teilweise seit 20, 30 Jahren aus und mit der Quartiersarbeit  entwickelt haben. Die verschiedenen Quartiere mit ihren unterschiedlichen Milieus bearbeiten die Themen, die sich aus ihrem Quartier ergeben, mit ihren Strukturen und Methoden. Das ist gut so und deckt sich mit dem Verständnis von Gemeinwesen-/Quartiersarbeit.

logo KH FRAn die Fraktionen des Freiburger Gemeinderates

"Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,

wie ich der Lokalpresse entnehmen konnte, liegt Ihnen mittlerweile das im Auftrag der Stadt Freiburg von der Firma con_sens erstellte Gutachten „Zukünftige Konzeption der Quartiersarbeit der Stadt Freiburg im Breisgau“ vor.

Die Katholische Hochschule Freiburg bildet Fachkräfte Sozialer Arbeit aus und kooperiert dabei sehr intensiv mit den entsprechenden lokalen Akteuren und Praxispartnern, um für die Studierenden den Transfer zwischen Theorie und Praxis zu ermöglichen. Ich bin an der Katholischen Hochschule Freiburg seit 2007 als Professor für die Themen soziale Stadt- und Quartierentwicklung tätig und darf daher für mich in Anspruch nehmen, die einschlägige Freiburger Situation durchaus zu kennen.  Bereits im September 2015 hatte ich der Verwaltungsspitze die Expertise unserer Hochschule zur Erstellung des vom Gemeinderat in einem interfraktionellen Antrag angeforderten Gutachtens zur Quartierarbeit in Freiburg angeboten. Vom ersten Bürgermeister Neideck erhielt ich am 30.10.2015 die Antwort, man habe den Auftrag u.a. aus Synergiegründen an die Firma con_sens vergeben, werde jedoch die Expertise der KH Freiburg gerne „in die das Gutachten begleitende Gremienarbeit einbeziehen“. Umso verwunderlicher ist, dass seitens der Verwaltungsspitze seither weder eine Einladung zur Mitwirkung zu „begleitender Gremienarbeit“ erfolgte, noch das aktuelle Gutachten zugänglich gemacht wurde. Zu den Inhalten des fraglichen Gutachtens kann ich daher leider keine konkreten Aussagen treffen. Die der Presse1 zu entnehmenden Aussagen und Empfehlungen sind sehr kritisch und auch mit Sorge zu betrachten.

Vorbemerkung

Die folgenden Ausführungen basieren auf einer ersten oberflächlichen Sichtung und Würdigung des Gutachtens. Eine angemessene tiefer gehende Auseinandersetzung und vor allem Diskussion der Befunde und Empfehlungen erscheint vor dem Hintergrund des engen von der Stadt Freiburg vorgegebenen Zeitplans aktuell kaum möglich.

Zum Verfahren: Diskurs ermöglichen statt Vertrauen verspielen

Auf Seite sechs des con_sens-Gutachtens wird an erster Stelle das Projektziel benannt, „einen fachlichen Diskurs mit den Trägern von Quartiersarbeit anzustoßen und zu begleiten.“ Dieses Ziel muss als nicht erreicht angesehen werden, da weder die zentralen Untersuchungsergebnisse und Befunde noch die daraus resultierenden Schlussfolgerungen in einem Diskurs mit Trägern und Fachkräften erörtert wurden. Dieser Umstand stellt allerdings nicht nur einen Verstoß gegen  getroffene Absprachen mit den Trägern und damit einen Vertrauensbruch dar, sondern führt auch zu nicht unerheblichen Problemen in Bezug auf die wissenschaftliche Aussagekraft des Gutachtens. Eine kommunikative Validierung, also die Überprüfung der Richtigkeit und Aussagekraft von Befunden im Gespräch mit den an der Untersuchung beteiligten Personen stellt eigentlich ein Kernelement in Evaluations- und Konzeptentwicklungsprojekten dar und ist als „state of the art“ anzusehen. Sie dient der Absicherung der Befunde und sichert somit deren Qualität.

im Gespräch RieselfeldGabi Rolland und Team fragen Menschen in Freiburg, wann diese flüchten würden

Wenn Sie in den letzten Tagen in Freiburg unterwegs waren, ist Ihnen vielleicht eine merkwürdige Zeitung begegnet. Mit einer Bodenzeitung, wobei ein Streifen Papier auf dem Boden liegt, auf dem vorbeikommende Menschen Ihre Gedanken schreiben können, regte SPD-Landtagsabgeordnete Rolland dazu an, über eigene Fluchtgründe nachzudenken.

„Ich würde aus meiner Heimat flüchten, wenn…“ war die Überschrift der Bodenzeitung.

Menschen im Stühlinger, in Betzenhausen-Bischhofslinde und Hochdorf nahmen bis zum vergangenen Freitag an der Aktion teil. Am Samstag, den 24. Oktober 2015 ging es nach Weingarten und weiter in den Westen. Im Rieselfeld war unser Autor, Claas Löppmann vor Ort mit dabei und unterstütze für zwei Stunden die Bodenzeitung, auf dem Wochenmarkt im Rieselfeld zwischen der Maria-Rudloff-Kirche und dem glashaus. Besonders beeindruckt hat ihn die Intensität der geführten Gespräche und die Zeit, die viele Menschen sich nahmen um den schmerzenden Gedanken an eine Flucht zu verinnerlichen. Antworten, wie

Hier die neuesten Nachrichten zum Thema Rieselfeld West und Dietenbach von den Kollegen der BZ: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburgs-neuer-stadtteil-entscheidung-faellt-fuer-dietenbach

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