Bandstand Rieselfeld 091147 Seehstern 240px 1Was ist das eigentlich für ein Ding? Und was haben wir davon? Gemeint ist die Betonskulptur auf einer Wiese im östlichen Eingangsbereich des Rieselfelds.

Die Antwort, liebe RieselfelderInnen, ist ganz einfach: Das „Ding“ heißt „Bandstand“ und ist ein Werk des schottischen Künstlers Nathan Coley (geb. 1967). Die Betonskulptur wurde im Herbst 2012 als letztes Kunstwerk im Rahmen des städtischen Programms „Kunst im Rieselfeld“ installiert.

Ihr habt davon, was ihr daraus macht. Also: Alles, was ihr wollt! Und das ist vom Künstler genau so gemeint: „Bandstand“ ist ein Symbol für Offenheit, Toleranz, Ideenreichtum und kreatives Spiel. Ein Spielraum der Möglichkeiten…

„Bandstand“ ist eine Bühne, die ihr nach Belieben nutzen könnt – als Plattform für ...

Begegnung, Theater, Musik, Malerei, Aktionen aller Art. Phantasie und Gestaltung sind hier kaum Grenzen gesetzt. Ein Spiel-Platz für alle also. „Bandstand“ ist, was ihr daraus macht!

Dank der Initiative der im Stadtteil künstlerisch aktiven Barbara Englert-Nehlsen und Gabi Obi (rieselfeld.biz) haben sich einige Interessierte zusammengefunden, um Impulse zu setzen: Ende April werden sich die Pfadfinder zum Thema Frieden etwas einfallen lassen, am 14. Juli ist eine Aktion von Graham Smith („Dietenbach-Festspiele“) geplant, weitere – gerne auch ritualisierte – Anlässe sind denkbar.

Jede*r kann Veranstaltungen im Rieselfeld.BIZ eintragen. Einfach registrieren, freischalten lassen und lost geht´s!

Zur Entstehungsgeschichte und Bedeutung des „Bandstand“:

Die Skulptur des britischen Künstlers Nathan Coley (geb. 1967)war das Ergebnis eines 2010 ausgeschriebenen Wettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum, für die im Stadtteilkonzept entsprechende Mittel vorgesehen waren. Mit „Bandstand“ hatte Nathan Coley die Jury überzeugt: Einstimmig hatten sich die zehn Jurymitglieder von Fachleuten und Mitgliedern des BürgerInnenVerein Rieselfeld BIV e.V. aus sieben eingereichten Entwürfen für die Skulptur aus Beton ausgesprochen.

Aus drei zuvor vom BIV e.V. definierten Plätzen im Stadtteil suchte sich der renommierte Künstler für sein „Denkmal zur Entstehung der Stadt“ die prominente Eingangssituation aus. Mit Hilfe des Kunstvereins und der Stadt Freiburg, des Architekten Wolfgang Frey und der Firma Züblin konnte das Werk im November 2012 endlich realisiert werden.

Nathan Coley versteht seine Arbeit nicht als „fertiges Werk“, sondern als Prozess: „It is not the end but the start of something – like a baby.” Die immer mal wieder neue Be- und Übermalung der Wände mag dem einen oder der anderen nicht gefallen – jedoch ist sie Teil des Kunstverständnisses von Nathan Coley: „Er untersucht in seinen skulpturalen Settings die sozialen Funktionen des öffentlichen Raumes und die unterschiedlichen Aneignungsstrategien seiner Nutzer. (…) Noch ist völlig offen, wie diese elegante Plattform genutzt werden wird“, schreibt Dietrich Roeschmann anlässlich der Einweihung in der Badischen Zeitung vom 29.11.2012.

Text:Sigrid Hofmaier
Foto: Seehstern

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