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Grafik mit Getränken

ÄwiR eine Erfolgsgeschichte:

Mitte 2010 lädt der Quartiersarbeiter Clemens Back interessierte Rieselfelderinnen und Rieselfelder ein um seine Idee vorzustellen. Das Rieselfeld ist zu diesem Zeitpunkt altersmäßig noch der jüngste Stadtteil Freiburgs mit der größten Grundschule Baden-Württembergs. Aber die demographische Entwicklung macht auch vor einem jungen Stadtteil nicht Halt.
Bei einem Rundgang durch das Rieselfeld wurden Ideen entwickelt, was man im Stadtteil für ältere Bewohnerinnen und Bewohner machen könnte. Dabei spielte der sogenannte Verfügungsbau der Grundschule eine wichtige Rolle, da klar war, dass die Grundschule diesen Bau eines Tages nicht mehr benötigen würde. Hier könnte man einen Treffpunkt für Ältere einrichten, z.B. eine Senta (Seniorentagesstätte). Die pädagogische Entwicklung der Grundschule zur Ganztagesschule ...

vereitelte dieses Vorhaben. Der Verfügungsbau würde auch künftig von der Grundschule benötigt.
In einer Fragebogenaktion 2013, die vom Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft begleitet und ausgewertet wurde, ging es um die vorhandene Infrastruktur, zukünftige Bedarfe und die aktive Mitgestaltung der Bürgerschaft.
2014 konnte für 5 Jahre eine Projektstelle eingerichtet werden mit einer 50%-Stelle, die Richard Krogull übernahm. Dies war sehr hilfreich, da ehrenamtliches Engagement allein nicht ausreichen würde, die neue KIOSK-Gruppe zu etablieren. Die jetzt „ÄwiR“ genannte KIOSK-Gruppe traf sich immer wieder mal, aber noch nicht regelmäßig. In der Projektschrift „Älter werden im Rieselfeld – Wir gestalten unsere Zukunft“ von 2016 haben Heiner Sigel, Klaus Siegl und Werner Bachteler unter Mitwirkung von Clemens Back und Richard Krogull sich mit dem demographischen Wandel im Rieselfeld beschäftigt und Ziele formuliert für ein gelingendes Leben im Alter im Rieselfeld. Sie kann unter https://aewir.rieselfeld.org/downloads.html nachgelesen werden.

Die Gruppentreffen von ÄwiR finden seitdem regelmäßig statt am zweiten Dienstag im Monat im Glashaus-Café, immer öfter mit Programm.
Aus dieser festen Gruppe heraus entstanden neue Aktivitäten:

  • Ein Besuchsdienst wurde gegründet, der 2020 mangels Nachfrage und Nachwuchs wieder eingestellt wurde. Corona tat ein Übriges dazu.
  • Eine Musikgruppe gründete sich, die sich später unter dem Namen Karaguna selbstständig gemacht hat.
  • Schon vorher gab es eine Gehrunde, die bis heute jeden Donnerstagnachmittag stattfindet.
  • Zwei Messen im Glashaus hat ÄwiR organisiert: „Seniorenfreundliches Rieselfeld“ und „Mobilität und Gesundheit 50+“.
  • Richard Krogull organisierte einige Repair-Cafés.
  • Eine eigene Homepage wurde eingerichtet, heute betreut von Ludger Banken.
  • 2017 gründete Veronika Stroh mit anderen den „Bewegungstreff“, der sich nach wie vor jeden Mittwochvormittag beim Glashaus trifft.
  • Insbesondere Veronika Stroh und Harald Seywald waren unermüdlich im Einsammeln von Spenden für den Bewegungsparcours, der 2021 mit Unterstützung der Stadt im Park neben der Grundschule eingeweiht werden konnte.
  • Die Sitzbank um die Linde, von ÄwiR initiiert, gehört inzwischen zu den stadtweiten „Schwätzbänkle“ und ist stark frequentiert.
  • Zwei Bänke entlang der Mundenhofer Straße wurden auf Anregung von ÄwiR von der Stadt aufgestellt.
  • Einige Kneipenabende wurden organisiert, die heute von einer KIOSK-Gruppe weitergeführt werden.
  • 2024 hat ÄwiR das Suppenfest wieder aktiviert, zu dem auch viele Menschen kommen, die sonst wenig Bezug zum Glashaus haben. Für Oktober 2026 ist die dritte Ausgabe geplant.
  • Das Seniorencafé findet am ersten Mittwoch des Monats im Glashaus-Café statt. Es wird betreut von Verena Räuber, Marie-Louise Schnitzer und Werner Bachteler.  Eine Erfolgsbilanz, die auch ihre Schattenseiten hatte. Das Ziel, eigene Räumlichkeiten zu haben, so dass sich ältere Menschen auch tagsüber hätten treffen können oder gar die Einrichtung einer Seniorentagesstätte war einerseits zu groß, andererseits scheiterte es an der Raumfrage. Die Hoffnung auf eine unabhängige Stadtteilkneipe, die mal in der Planung war und von ÄwiR mitgenutzt werden wollte, mussten die Akteure aufgeben.
  • Heute lädt ÄwiR in der Regel jeden zweiten Dienstag im Monat ein zu einem Abend mit Vorträgen, Bilderreisen oder einfach so.
  • Gelegentlich verlassen wir auch das Glashaus zu unterschiedlichen Exkursionen, zuletzt eine Führung auf dem Dietenbach-Gelände.

Es gibt einen festen Kern von BesucherInnen und immer wieder auch neue Gesichter. Nach dem Richard Krogull ausschied, übernahm Heiner Sigel zusammen mit einer Gruppe die Leitung von ÄwiR. Seit sechs Jahren leiten Harald Seywald und Werner Bachteler die Gruppe. Durch eine Erkrankung in der Teamleitung wurde deutlich, dass wir in absehbarer Zeit NachfolgerInnen brauchen. Harald Seywald scheidet Endes des Jahres aus, aber auch bei Werner Bachteler ist aus Altersgründen ein Ende der Mitarbeit abzusehen. In unserer Gruppe sehen wir derzeit niemand, der dieses Amt übernehmen könnte.

Fazit: Eine Gruppe wie ÄwiR steht und fällt mit dem Engagement von einigen wenigen Personen. Das klappte bis jetzt gut, aber es ist an der Zeit, dass jüngere Rieselfelderinnen und Rieselfelder in die Leitung von ÄwiR einsteigen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Menschen bereit wären, Verantwortung zu übernehmen, damit diese KIOSK-Gruppe weiter bestehen bleibt. Haben Sie Mut, engagieren Sie sich, es ist eine dankbare Aufgabe!

Weitere Informationen erhalten Sie über die Quartiersarbeit im Glashaus.

Text: Werner Bachteler

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