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Das Herz ist eine Pumpe – das zentrale Organ des Blutkreislaufs. Es handelt sich um einen blutgefüllten, komplexen Hohlmuskel, der als ein in Serie geschalteter Zweizylinder und Zweitakter mit Kompressoreffekt sowie Eigensteuerung funktioniert.
In der Religion wird das Herz als Sitz der Seele, des Gemüts und der Gesinnung gesehen. Beispiele:
Im Volksempfinden steht es für Liebe, Gefühle und Emotionen.
Altern ist keine Krankheit, aber im Alter häufen sich typische Herzerkrankungen. Man spricht daher nicht von einem spezifischen "Altersherz", sondern von altersbedingten Veränderungen:
Herzrhythmusstörungen wie Extrasystolen treten gehäuft auf. Bei gesundem Herzen sind sie meist medizinisch harmlos, können aber subjektiv sehr belastend sein. Sie sind stark beeinflussbar durch psychische Faktoren und das vegetative Nervensystem.
Dies ist besonders gefährlich. Dabei fehlen P-Wellen im EKG, es zeigen sich Fibrillationswellen und ein unregelmäßiger Kammerantwort.
Gefahr liegt darin, dass bei verlangsamtem Blutfluss Gerinnsel im Vorhof (besonders im Vorhofsohr) entstehen können. Diese Gerinnsel können verschleppt werden (Embolie), führen oft zum Gehirn und verursachen Schlaganfälle.
Nach dem 70. Lebensjahr erleidet etwa jeder Achte Vorhofflimmern; das Embolierisiko steigt mit dem Alter zusätzlich.
Der Herzschlag verlangsamt sich natürlicherweise mit zunehmendem Alter. In extremen Fällen führt dies zu bradykarden Rhythmusstörungen, die nur durch einen Herzschrittmacher behoben werden können.
Eigenschaften eines Herzschrittmachers:
Ein akuter Herzinfarkt äußert sich durch starke Brustschmerzen, Todesangst, Atemnot, kalten Schweiß und Blässe. Patienten beschreiben das Gefühl, als wäre ihr Herz "zerrissen" oder "geplatzt".
Ein Infarkt führt zu einer Leistungseinschränkung, Defektheilung und kann langfristige Angststörungen oder Depressionen auslösen:
Infarkte häufen sich morgens nach dem Aufwachen und montags bei Berufstätigen. Starke emotionale Belastungen erhöhen das Risiko drastisch:
Bei einer Herzschwäche lässt die Pumpleistung nach, oft infolge von Hypertonie oder nach einem Herzinfarkt mit Vernarbung des Muskelgewebes.
Medikamentöse Behandlung mit verschiedenen Substanzen, regelmäßige ärztliche Überwachung nötig.
Syndrom des "gebrochenen Herzens": Durch massiven psychischen Stress entsteht infarktähnliche Symptomatik trotz freier Kranzgefäße. Bei richtiger Behandlung heilt sie meist vollständig.
© Prof. Dr. Heiner Sigel | Quelle: Präsentation "Was macht das Alter mit dem Herzen?" Vortrag vom 14.04.2026 im Rahmen von ÄwiR (Älter werden im Rieselfeld"
Anmerkung der Redaktion:
Defibrillatoren finden man: